Sind Gewürze gesund?
Jedes Jahr am 7. März ist der Tag der gesunden Ernährung. Ziel dieses „Feiertags“ ist es, die Menschen auf die Wichtigkeit und manchmal auch Einfachheit des gesundheitsbewussten Essens hinzuweisen.
„Viele Gewürze enthalten tatsächlich gesunde Inhaltsstoffe“, sagt Sarah Schwietering, Ernährungsexpertin der Knappschaft Kliniken in Gelsenkirchen-Buer. Sie wirken wärmend, antibakteriell und unterstützen die Funktionen im Körper, zum Beispiel die Verdauung. In Laborversuchen konnten darüber hinaus für einzelne Gewürze eine antioxidative Wirkung und damit ein positiver Einfluss auf die Zellalterung sowie entzündungshemmende Eigenschaften festgestellt werden. Die Expertin warnt aber vor übertriebenen Erwartungen, denn „bei einer normalen Verwendung nehmen wir Gewürze nur in kleinen Mengen auf – häufig deutlich unter 1 Gramm pro Portion. Deshalb ist der positive Effekt auf entzündliche Prozesse zu vernachlässigen.“
Dennoch ist es möglich, sich bekannte gesundheitsförnden Eigenschaften von Gewürzen oder Kräutern zu Nutze zu machen. Unter diesen gesundheitsfördernden Gewürzen sind Ingwer, Pfeffer und auch Kurkuma. Doch nicht alle Inhaltsstoffe, die ein Gewürz grundsätzlich gesund machen, kann der Körper so ohne weiteres über Speisen aufnehmen und verarbeiten. Das gilt zum Beispiel für das in Kurkuma enthaltene Curcumin. Der Stoff ist nicht wasserlöslich, sondern fettlöslich. Bei der Zubereitung für eine Speise oder ein Getränk müssen also auch Fette, zum Beispiel verschiedene Öle, verwendet werden.
Goldene Milch
Teil dieses Trend-Getränks ist das schon erwähnte Kurkuma: Das Gewürz liegt seit ein paar Jahren stark im Trend. Die kleine Knolle, die vom Aussehen an einen Wurm erinnert, gibt es mittlerweile sogar in Supermärkten. Das gelbe Gewürz ist besonders in der indischen Küche weit verbreitet. Es enthält den entzündungshemmenden Wirkstoff namens Curcumin. Kurkuma ist besonders beliebt in “goldener Milch”: Hierfür wird geriebene Gelbwurzel oder auch getrocknetes Kurkuma-Pulver in warme Milch eingerührt und heiß genossen.
Ingwer wird in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Ingwer enthält Gingerol. Das ist eine Verbindung mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Ingwer hilft unter anderem bei Gelenkschmerzen wie Rheuma, Muskelkater und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Die geschälte Ingwerknolle kann pur in heißem Wasser und als Tee genossen werden. Oder zur geschmacklichen Verfeinerung in Gerichten und Smoothies.
Weitere Rezepte und Anwendungen von Kräutern und Gewürzen sowie wissenwerte Fakten über die gesundheitsförderlichen Aspekte der Küchengewürze finden Sie auch im Magazin der KNAPPSCHAFT unter https://magazin.knappschaft.de/ in der Rubrik Ernährung.